Andreas-Leykam-Platz

Er ist der ungeliebte Hauptplatz des Ortes. 1995 eröffnet, sollte er mit seinem spektakulären Rundbau und dem Kunstwerk von Othmar Krenn der neue
Ortsmittelpunkt werden. Heute kann man von einem Scheitern dieses Vorhabens sprechen.
Gerade in den 1990er Jahren begann eine Trendwände in der Ortsbildgestaltung.

In vielen Gemeinden entstanden neue Gemeindeämter, die in ihrem Aussehen den Sinn fürs Moderne verkörpern sollten. Ihre Stilhaftigkeit in der Architektur ist ähnlich, vom Charakter her wirken sie deshalb austauschbar. Auch neue Ortskerne sollten das kommunale Gesellschaftsleben bereichern und identitätsstiftend sein. Zumeist blieb es beim Wunsch der Politik.

Das Negieren neu geschaffener Kommunikationsräume erklärt sich aus dem Nichtvorhandensein eines ursprünglich historischen Ortskern.

Plätze müssen alltagskulturell erlebt werden, um zu funktionieren.

 

Kinder aufgepasst!

 

>> Rund muss er sein. Und ein Kunstwerk sollte darauf stehen. Dann werden die Leute sich wohlfühlen. Wir brauchen einen Hauptplatz. Das dachte auch damals der Bürgermeister. Aber Treffpunkte funktionieren nicht so einfach.
Deshalb ist der Platz heute meistens leer.

>> Der Brunnen ist von Othmar Krenn. Er lebte in Judendorf.
Wenn Du nach Gratwein fährst, dann siehst Du rechts einen silbernen Wagon. Auch der ist von diesem Künstler.