Siedlstollen

Das Brummen am Himmel und das Heulen der Sirenen im letzten Kriegsjahr machten auch vor Gratkorn nicht halt.
Zuflucht suchte man auch im Siedlstollen, einem u-förmigen Luftschutzbunker.

Die Obstpresse Siedl erweiterte in den 1930er Jahren ihren Lagerkeller direkt in den Berg hinein. Vorwegs Zwangsarbeiter aus dem Osten der besetzten Gebiete waren es, die unter der Aufsicht der Deutschen Wehrmacht diesen Stollen systematisch erweiterten. Hier sollten kriegswichtige Güter von der Steyr-Dailmler-Puch AG geschützt unter Tag erzeugt werden.
Doch die Bombenangriffe der Alliierten auf das Grazer Bahnhofsgelände machten dieses Vorhaben zunichte.

Für die Gratkorner Bevölkerung bot dieses leicht verzweigte Stollensystem zumindest für kurze Zeit Sicherheit. Der Stollen besitzt auch einen zweiten Zugang im Garten des Wohnhauses Harterstraße 11.

 

 

Kinder aufgepasst!

>> Am Himmel hörte man immer öfter ein Brummen. Bomber waren im Anflug auf Graz. Der Luftschutzstollen der Obstpresse Siedl bot Sicherheit.
Gefangene Arbeiter aus Russland mussten hier den Berg aushöhlen. Ursprünglich wollte man dort Waffen produzieren.
>> Ziel der Bombenangriffe war nicht Gratkorn, sondern das Bahnhofsgelände in Graz.
Der schutzgebende Siedlstollen ist u-förmig und hat somit einen zweiten Eingang.