Syzhaus

Das Syzhaus diente als Arbeiterwohnung und sein Zweck war die Unterbringung möglichst vieler Menschen.
Gerade im ausgehenden 19. Jahrhundert expandierte die Leykam-Josefsthaler massiv.
Vorwiegend aus dem Osten des Vielvölkerstaats der Habsburger zogen Arbeiter mit ihren Familien in die Gegend. Das Werk reagierte, indem es um die Fabrik Arbeiterwohnungen errichtete. Unterkünfte, die überbelegt, bald verschmutzt waren, und keine Möglichkeit des persönlichen Rückzugs boten.

Die hygienischen Bedingungen und der harte, 12-stündige Arbeitstag markierten die Pfeiler für Krankheiten und nicht zuletzt hohe Sterblichkeitsraten. Hunger stand auf der Tageskarte.
Das Syzhaus, erbaut in den frühen 1920er Jahren in der heutigen Grazer Straße 13, war Teil dieser Arbeiterkultur, ehe es in den ausgehenden 1980er Jahren dem modernen Wohnbau weichen musste.

 

Kinder aufgepasst!

 

>> Die Arbeiter kamen mit ihren Familien meist aus dem Osten des Kaiserreichs nach Gratkorn. Und es kamen viele Menschen. Deshalb baute das Werk Wohnungen in der Nähe der Papierfabrik. Diese Häuser veränderten auch das Aussehen des Ortes.
Auch das Syzhaus war so ein Arbeiterheim.
>> Die Wohnungen der Arbeiter waren klein, verdreckt und ohne fließendes Wasser. Zwölf Stunden dauerte eine Schicht. Am Ende blieb nicht viel. Hunger stand auf der Speisekarte.