Sappi

Die Gründung der Papierfabrik Leykam 1828 und deren Gang an die Börse sollten Gratkorn wirtschaftlich, sozial, siedlungsgeo- graphisch und nicht zuletzt politisch bis
heute prägen.
Jakob Syz erwarb 1850 die Fabrik und baute das Unternehmen aus. 1870 wurde das Werk von der Leykam-Josefsthal AG erworben. Die hygienischen Bedingungen waren schlecht. Vor allem Frauen litten unter der Hadernkrankheit, dem Milzbrand. Dieser trat besonders häufig auf, weil die zur Papiererzeugung gelieferten Hadern aus Grazer Krankenhäuser stammten und nicht ausreichend desinfiziert waren.
Erst mit der Inbetriebnahme der ersten Zellstofflinie 1854 und dem Beginn der Umstellung auf den Rohstoff Holz verloren Milzbrand, Ruhr und Typhus an Schrecken.

Mit dem Bau einer der weltweit größten und modernsten Produktionsanlagen für gestrichenes Feinpapier revolutionierte Sappi das Werk völlig.

 

Kinder aufgepasst!

 

>> Hunderte Arbeiter zogen früher nach Gratkorn, um hier zu arbeiten. Am Beginn erzeugte man aus Kleiderfetzen das Papier. Diese verseuchten Hadern kamen aus den Krankenhäusern in Graz.
Viele Menschen erkrankten deshalb. Besser wurde es erst, als man aus Holz das Papier erzeugte.
>> Jakob Syz erwarb 1850 die Papierfabrik Leykam.
Er machte sie zu einer der größten Fabriken im Kaiserreich. Heute verkauft die Sappi Papier aus Gratkorn in die ganze Welt.