Wehranlage Gratkorn 

Durch die drückende wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit, die galoppierende Inflation und die Arbeitslosigkeit sank in Österreich auch der pro Kopf Papierverbrauch. Die allein damit aufgezeigte stark gesunkene Inlandsnachfrage auf einem weitaus kleineren Markt, die überdimensionierten Produktionskapazitäten und die sehr rasche Abschirmung der traditionellen Märkte durch die Nachfolge- und Nachbarstaaten verlangten neue Produktionskonzepte und Absatzstrategien.
Die Errichtung einer eigenen Stromversorgung für das Werk sollte hier zukunftsweisend sein.

Der Bau des fabrikseigenen Kraftwerks, ausgestattet mit zwei Kaplanturbinen zu je 3.500 PS, in den Jahren 1921-1925 erforderte einen strukturgeregelten Zustrom von Wasser. Die Errichtung der Wehr war deshalb notwendig.
Beide Bauvorhaben stießen dabei ebenso auf internationale Beachtung.

 

 

Kinder aufgepasst!

>> Strom ist teuer. Aber wichtig für die Papiererzeugung.
Warum also Strom kaufen? Das dachten die Direktoren der Papierfabrik auch. Ein Kraftwerk musste her. Und über die Wehranlage wurde Wasser aus der Mur zugeleitet. Die Papiererzeugung ist so billiger geworden.
>> Zwei Wasserräder mit je 3.500 PS erzeugen Strom für die Maschinen in der Fabrik. Das ist eine große Menge. Nämlich so viel, dass man ganz Gratkorn damit versorgen könnte.