Evangelische Michaelskirche

Die Michaelskirche. Es ist der Glaube, der noch festigt.

Vergessen. Fast hilferufend geschlossen. Verlassen. Gerade im Reformationsjahr 2017 muss sich das evangelische Pfarrleben mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass der Weg eines gemeinsamen, an ein Gotteshaus gebundenen, Glaubens zu Ende gegangen ist. Die Michaelskirche steht zum Verkauf.
Das offizielle evangelische Glaubensleben begann im Jahr 1899, als der erste Gottesdienst im Feldbacher, der Werksrestauration der Papierfabrik, gefeiert wurde. Bereits rund 400 Protestanten zählte die Pfarrgemeinde 1959. So wurde der Bau einer eigenen Kirche notwendig, auch weil die Leykam-Josefsthaler ihr Werk vergrößerte und die alte Holzbaracke abgerissen wurde. Mit dem Standort Kirchweg 13 wurde auch ein geeignetes Grundstück gefunden.
Am 11. Dezember 1960 erfolgte dann die feierliche Weihe der Michealskirche, bei der auch der Vizekanzler der Republik Österreich, DDr. Bruno Bittersmann, beiwohnte.
Hammerschläge und deren Nachhall prägen bis heute das Leben der Menschen. Erklungen sind diese Schläge der Veränderungen am 31. Oktober 1517, als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenstein genagelt haben soll. Die Reformation war festgemacht und spaltete nicht zuletzt das westliche Christentum als Folge der Glaubenskriege bis 1648. Die neue Religion brachte weitreichende Veränderungen in Politik und Gesellschaft, Erziehung, Bildung und Kunst, und nicht zuletzt im Alltagsleben der Menschen.
Die Hammerschläge sind Geschichte. Deren Hall bedeutet Geschichte.
Die Michealskirche steht unter Denkmalschutz.

 

 

Kinder aufgepasst!

>> Die evangelische Kirche gibt es nicht mehr. Heute ist daraus ein Wohnhaus geworden.
Auch früher hatten diese Gläubigen keine eigene Kirche. Ihren Gottesdienst feierten sie dennoch. In der Kantine der Papierfabrik.
Es gibt zwar keine Michaelskirche mehr, das Pfarrleben geht aber weiter.

>> Der erste evangelische Gottesdienst wurde 1899 in der Werkskantine gefeiert. Es hat 61 Jahre gedauert, bis ein eigenes Gotteshaus errichtet wurde.