Volksschule 1

Bis 1869 lag das Schulwesen in den Händen der Kirche.
Der erste Lehrer an der Pfarrschule war 1598 Elias Winter.

Kaiserin Maria Theresia führte zwar 1774 die allgemeine Schulpflicht ein, doch viele Bauern konnten oder wollten auf die Arbeitskraft ihrer Kinder nicht verzichten.

Die Erziehungsmethoden waren mitunter brutal. Erst 1777 wurde die Züchtigung mit Ochsenziemer, Faustschlägen und Peitschen verboten. Auch Stockschläge oder Haare reißen sollten hintan gehalten werden.

Das erste Schulgebäude stand bis 1815 neben der Kirche an der Friedhofsmauer. Die heutige Volksschule 1 wurde zu Ehren Kaisers Franz Josef erbaut, und war doppelt so groß geplant.
Die Unterrichtsteilung zwischen Mädchen und Buben nach dem Krieg erforderte 1949 eine eigene Schule für Mädchen am Kirchplatz.
Erst mit dem Auszug der Hauptschule 1968 wird sie zur Mädchenvolksschule.

 

 

Kinder aufgepasst!

>> Der Messner war früher auch der Lehrer. Schule war freiwillig. Erst Kaiserin Maria Theresia führte die allgemeine Schulpflicht ein. Dann musste man hin. Und es herrschten rauhe Sitten. Schlimme Kinder bestrafte der Lehrer oft mit Peitschenhieben oder Faustschlägen.

>> Auch die Kinder mussten daheim am Bauernhof hart anpacken.
Man arbeitete, um zu überleben. Das Erlernen von Schreiben und Lesen war da nicht wichtig.